Sonntag, 21. Juni 2015

Walnuss-Tapenade aus grünen Nüssen



Im Juni kann man die unreifen, grünen Walnüsse für eine tolle Spezialität ernten!
 



Da unser Walnussbaum in diesem Jahr sehr viele Früchte angesetzt hat, konnte ich ohne schlechtes Gewissen die kleinen, grünen Nüsse an den unteren Ästen für Tapenade pflücken!




Nach dem Waschen schneidet man die Nüsschen , die z. Zt. noch keine harte Schale entwickelt haben, in dünne Scheibchen. 




Danach kommen sie in ein Glas mit Salzlake ...




Nach ca. 1 Woche sind die Nüsse ganz schwarz und werden abtropfen gelassen ...



Jetzt kann man sie zu Tapenade weiterverarbeiten ...

Rezept für Walnuss-Tapenade


Zutaten:
0,7 l Wasser
280 g Meersalz
ca. 900 g grüne Walnüsse (bis ca. zum Johannistag kann man sie ernten, danach wird die harte Schale gebildet!)
140 ml Olivenöl
450 g Zwiebeln, fein gewürfelt
400 g Tomaten, gehäutet und klein gewürfelt
5 Zehen Knoblauch, durchgepresst
100 ml Rotweinessig
100 g Tomatenmark
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

Zubereitung:
Die grünen Nüsse in dünne Scheiben schneiden, in ein großes Glas schichten und mit Salzlake übergießen. Dafür das Wasser mit dem Salz kurz aufkochen und wieder abkühlen lassen.
Nach ca. 1 Woche die Nüsse auf ein Sieb geben und gut abtropfen lassen.
Die schwarzen Nüsse fein hacken.
Dann in einem großen Topf die gehackten Zwiebeln in Olivenöl andünsten, danach die Nüsse, Tomaten und den fein gehackten Knoblauch dazugeben und mitdünsten lassen.
Rotweinessig, Tomatenmark und Pfeffer unterrühren und alles bei mittlerer Hitze etwas einkochen lassen. Dabei gut rühren! Abschmecken!
Dann die fertige Tapenade in kleine Schraubgläser füllen und sofort verschließen.




Die Walnuss-Tapenade hält sich einige Monate, wenn man sauber gearbeitet hat. Außerdem wirken das Salz und der Essig ja auch konservierend ...
Aber meistens wird die Tapenade sowieso nicht so alt, weil sie einfach zu gut schmeckt! 




Am liebsten essen wir die Tapenade zu Ziegenkäse. Dazu frisches Baguette und Rotwein! 







Guten Appetit!




Vielleicht habt Ihr ja auch Lust auf selbstgemachte Tapenade bekommen. Ein paar Tage ist ja noch Zeit, um grüne Nüsse zu ernten!


Herzlichst, Heike







Kommentare:

  1. Liebe Heike, das ist ja toll! Ich wusste gar nicht, dass es das gibt.
    glg Susanne

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    1. Hi, Susanne!
      Bis vor ca. 4 Jahren kannte ich es auch nicht!
      Probier's mal!
      Erinnert im Geschmack ein bißchen an Oliven-Tapenade ...
      Liebe Grüße, Heike

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  2. hallo Heike
    das klingt sehr gut und ich werde morgen ganz schnell mal Nüsse sammeln gehen
    LG Siglinde

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  3. hab noch eine Frage - lässt man die Nüsse in der Salzlake in der Sonne stehen? und wieviel Salz verwendet man für die Salzlake?

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    1. Ich hatte das Glas in der Küche auf der Arbeitsplatte stehen.
      280 g Salz auf 0,7 l Wasser ...
      Kannst mir ja mal Rückmeldung geben, wie Dir die Tapenade schmeckt!
      Liebe Grüße, Heike

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  4. Hallo Heike,
    das sieht wunderbar lecker und appetitlich aus und ist ein sehr schönes Rezept.
    Ich bin gespannt, welchen Stoff Du für die Mäppchen verwendet hast.
    Viele Grüße, Synnöve

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  5. Oh wie lecker!!! Ich befürchte, dass ich für dieses Jahr zu spät dran bin...
    Kennst du den feinen Apéor aus Nüssen...
    Hier das Rezept: http://seelenruhig.eu/kulinarische-highlights/nusswein/

    ich liebe ihn!
    liebe Grüße von Ellen

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    1. Der Nußwein klingt aber auch lecker! Das werd' ich nächstes Jahr bestimmt mal selber testen. Jetzt komm' ich nicht mehr dazu: Die Provence ruft schon! ;-)
      Liebe Grüße, Heike

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  6. DAS Rezept klingt ja interessant, liebe Heike. Dachte erst, du stellst uns hier eine Marmelade vor, aber nein. Habe sofort geschaut wann Johannistag ist, ob ich es noch hinbekomme. Aber leider bin ich nun zu spät dran. Also habe ich deinen Post schnell abgespeichert, in der Hoffnung, dass ich deine Delikatesse nächstes Jahr probieren kann. Schnaps/Likör aus grünen Walnüssen kenne ich, aber von so einer Walnusspaste habe ich noch nichts gehört. Und du hast es wieder so ansprechend vorgestellt. Hmmm, ich kann mir das so gut vorstellen, wenn man an einem lauen Sommerabend draußen sitzt und zum Rotwein mit Baguette dann das Käsebrettchen mit der Paste rausstellt…….. Oh, mir läuft das Wasser im Mund zusammen.
    Dass die grünen Nüsse ab dem Johannistag ihre harten Schalen entwickeln wusste ich auch nicht. Dann vielen Dank, nicht nur für das Rezept mit der detaillierten Anleitung sondern auch für die wertvollen Tipps.

    Ganz ♥-lich grüßt
    Uschi

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  7. Ach du Liebe, DAS muss ich miunbedingt merken, das klinkt ja so lecker, yammmiieeee ;o) Herzlichst, dein Meisje

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  8. Ach, schade dass ich erst jetzt über das Rezept stolpere, Johannistag ist schon sooo lange vorbei. Dabei hat unser Baum dieses Jahr auch ganz viele Walnüsse. Ich habe es für das kommende Jahr mal gespeichert. Mal sehen wie fleißig unser Baum dann ist.

    Kreative Grüße,
    Miri D

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